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Festival der Stimmen: Vier Chöre auf einer Bühne

Geschrieben von Müller, Elena am .

 

Südkurier, 25.03.15   Rainer Ohmacht

 

170 Sängerinnen und Sänger haben das Publikum beim Festival der Stimmen mit frischen und vielfältigen Auftritten beeindruckt. Organisiert hatte das Festival der Chor Intakt aus Göggingen.

Der Chor Intakt aus Göggingen, den viele noch als Junger Chor kennen, hat sein Konzertjahr 2015 mit einem Festival der Stimmen begonnen. Und das war es wirklich: ein Festival. Wo kann man schon mal vier Chöre an einem Abend hören und genießen?

Die Veranstalter haben mit vereinten Kräften ein großes Projekt meisterhaft gestemmt. Bei allen drei auswärtigen Chören durfte Intakt schon einmal ein Konzert mitgestalten. Nun war es endlich so weit, dass die Gegeneinladung koordiniert werden konnte. Vier Chöre, vier Klangkörper, vier Konzepte, vier Ausstrahlungen, viermal Genuss: Dreams & Harmony aus Ertingen mit auffallend jungen Sängern. Dreams & Harmony, wie der Name schon sagt: Musik, mit der man träumen kann. Musik, die Harmonie ausstrahlt. Der Chor besteht neben Dreams & Harmony aus den Young Dreams (ab 13 Jahren), den Little Dreams (sechs bis zwölf Jahre) und den Mini Dreams (vier bis sechs Jahre). Für ihren Auftritt benötigten sie keine Notenhefte.

Chips & Flips aus Großstadelhofen: Woher dieser Name? Bei den Proben sangen einige und andere mussten still sein. Damit das Stillsein klappte, hatte der Dirigent den pausierenden Sängern einfach Chips und Flips zum Knabbern hingestellt. So einfach. Neben Gitarre und Cajón zur Begleitung überraschten zwei weibliche Chormitglieder mit einem Trompeteneinsatz.

Colours of Pop aus Obereschach ist ein farbenfroher Chor, der sich dem Rock und Pop verschrieben hat. Dirigentin Selina Pfitzer hat ihre Sänger voll im Griff. Ein toller geschlossener Klangkörper, der eingängige Interpretationen vortrug. Intakt, der Chor aus Göggingen, Gastgeber des Abends, präsentierte sich mit einer sehr ansprechenden Liedzusammenstellung. Zu den hymnenartigen Klängen von „Chariots of Fire“ von Vangelis (Original Filmtitel, in Deutsch: „Stunde des Siegers“) zogen die Sänger auf die Bühne und eröffneten den Sangesreigen.

Das Publikum in der vollen Festhalle in Hausen sparte nicht mit Applaus. „Es war sehr gut. Man hat den Unterschied der einzelnen Chöre deutlich gespürt. Einzelne Sänger haben für mich eine besondere Ausstrahlung gehabt“, fasste Ulrike Kempf aus Göggingen zusammen. Mit der Auswahl der vorgetragenen Stücke trafen alle vier Chöre genau den Geschmack des Publikums: Ein Medley aus dem Film Forest Gump, „Ein Kompliment“ von Sportfreunde Stiller, „Atemlos durch die Nacht“ von Helene Fischer, „Der Weg“ von Herbert Grönemeyer, „Skyfall“ aus dem gleichnamigen James-Bond-Film und „Ring of Fire“ von Jonny Cash zeigten eine große Vielfalt. 170 Sängerinnen und Sänger standen auf der Bühne und sangen alle gemeinsam zum Abschied unter der Leitung von Frank Boos, Dirigent bei Intakt, das Stück von der erstaunlichen Gnade: „Amazing Grace“.

 

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