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Ein musikalisches Vergnügen mit den "Chips & Flips"

Geschrieben von Müller, Elena am .

 

Pfullendorf

 

02.12.2014 Südkurier

 

Von Karlheinz Fahlbusch

 

Der Chor „Chips & Flips“ mit Steve Clayton liefert einen erstklassigen Einstieg in den Advent. Das Publikum in der Christuskirche singt ei einigen Titeln begeistert mit.

 

Rappelvoll war die Evangelische Christuskirche am Sonntagnachmittag. Kein Wunder: Wenn der Chor „Chips & Flips“ gemeinsam mit Steve „Big Man“ Clayton auf der Bühne steht, dann verspricht das ein musikalisches Vergnügen der besonderen Art. Das Publikum wurde in seinen Erwartungen nicht enttäuscht. Es waren knapp 90 Minuten voller Gesang und Emotionen. Schöner kann man eigentlich einen Sonntag nicht beenden.

 

Für Steve Clayton und seine Frau Theresa sind „Chips & Flips“ ihr absoluter Lieblingschor. Der Ankündigung, dass das auch in Zukunft so bleiben werde, wollte sicher niemand widersprechen. Denn der Mann am Piano passt einfach hervorragend zum Ensemble, bei dem der Chorleiter nicht nur dirigiert, sondern auch noch Gitarre spielt. Der „Big Man“ begann das Programm mit bluesigen Piano-Läufen und einer Stimme, die ihn eigentlich als farbigen US-Amerikaner definiert – dabei ist der Mann doch Engländer.

 

Bei „What a day that will be“ kam der Chor dann langsam durch die Kirche zum Altarraum – und auch da saßen links und rechts Zuhörer.

 

Mit dem Kanon „Lasset uns gemeinsam“ hatte dann das Publikum Gelegenheit, sich selbst am Konzert zu beteiligen. Das war noch etwas zaghaft, steigert sich aber im Laufe der Veranstaltung deutlich. Mit „What a wonderful World“ brachte der Chor dann einen Titel, der mit Louis Armstrong als Sänger weltberühmt wurde. Man hätte gleich weiter dichten können: „What a wonderful Concert“. Denn das, was Chorleiter Josef Blender aus dem über 170 Titel umfassenden Programm ausgesucht hatte, das traf genau den Geschmack der Freunde des Chorgesangs. „Chips & Flips“ werden in der Regel nur durch zwei Gitarren (Christine Dupin und Josef Blender) und Barbara Schwellinger begleitet. Die spielt ausgezeichnet Cajon, auf Deutsch auch „Kistentrommel“ genannt. Es hat einen trommelähnlichen Klang, wird mit den Händen gespielt, und sorgt beim Chor für die rhythmische Unterstützung. Die kam auch von den klatschenden Händen der Akteure selbst und vor allem auch dem Publikum. Da wippten die Beine im Takt und manche Hände waren vor lauter Mitklatschen schon rot. „California Dreamin'“ ist der Titel eines im Jahr 1965 veröffentlichten Popsongs, der durch „The Mamas & Papas“ bekannt wurde und sich zum Millionenseller entwickelte.

 

Chorleiter Blender ersetzte die Querflöten des Originals durch Flügelhörner (Sarah Roth, Elena Müller) und Trompete (Anne Brucker) und landete damit einen Volltreffer. Wobei dieser Begriff eigentlich für alle Titel gelten muss, die der Chor so fröhlich, mit beachtlichem Stimmvolumen und einer unübersehbaren Freude am gemeinschaftlichen Singen präsentierte. Mit ihrem Gedichtvortrag „Winterweihnacht“ traf Theresa Clayton voll in die Herzen der Menschen und es war ein absolut passender Übergang zu „Liebling“ Steves Solo „Wie schön erscheint die Natur“. Der brillierte dann auch mit dem alten Gospel-Titel „Put your Hand“. Mit der südafrikanischen Nationalhymne und zwei weiteren Titel vom schwarzen Kontinent ging ein Konzert zu Ende, das einfach Lust auf Gesang machen musste. Der kann man immer dienstags im Dorfgemeinschaftshaus in Großstadelhofen frönen.